Komturey Adenau

 

Seit 1162 besitzen die Ordensritter, die Johanniter in Adenau einen Herrenhof.

1162 schenkte Graf Ulrich von Are- Nürburg seinen Herrenhof dem Johanniterorden.

Damit wurde Adenau nach Duisburg und Werben/Elbe zur drittältesten Niederlassung des Ordens in Deutschland.

Unter ihrem Vorsteher (Komtur) bemühten sich die Ordensbrüder zunächst um die Pflege und Betreuung von Pilgern und Kranken.

Der Beginn der Johanniter in Adenau hängt eng mit der nahe gelegenen Nürburg, einer Burg der Grafen von Are, zusammen. Das Wirken des „Ritterlichen Ordens des Hl. Johannes vom Spital zu Jerusalem", kurz „Johanniterorden" genannt, in Adenau begann, als Graf Ulrich von Are im Jahr 1162 aus seinem Anwesen in Adenau auf die Nürburg umzog und seinen Adenauern dem Johanniterorden schenkte. Die begründete erste linksrheinische Niederlassung des Ordens in Deutschland.

Graf Ulrich von Are übergab dem Orden, den er vermutlich während des 2. Kreuzzuges kennen gelernt hatte, nicht nur seinen Hof, sondern erlaubte den Mitgliedern des Ordenshauses auch die Jagd- und Fischereirechte in seinem Hoheitsgebiet auszuüben.

Ein Besitzzuwachs der Kommende ist erst für 1216 mit der Einsetzung eines Jahrgedächtnisses für ihren verstorbenen Gründer Ulrich durch dessen Sohn Graf Gerhard von Are greifbar. Gerhard war es auch, der dem Ordenshaus 1224 die Pfarrkirche von Adenau und das nahe gelegene Kirmutscheid übertrug und damit die Grundlage für die später umfänglichen kirchlichen Verpflichtungen des Ordens in der Region legte. Zu diesen gehörte in der frühen Neuzeit die Verwaltung und Betreuung der Pfarr- und Filialkirchen in Breidscheid, Dümpelfeld, Gilgenbach, Harscheid, Herschbroich, Hönningen, Honerath, Insul, Kottenborn, Leimbach, Niederadenau, Quiddelbach, Schuld, Sierscheid, Wimbach und Winnerath.
1224 kam es zu der bedeutenden Übertragung der Pfarrechte und damit auch der Eigenkirche St. Johannes der Täufer und der Pfarrei Kirmutscheid an den Orden in Adenau.
Seither stellte der Johanniterorden auch die Priester in Adenau. Das Ordenshaus hingegen diente als Herberge für Pilger und als Hospital. Hierauf weist die Bezeichnung „Xenodochium sancti Johannis Jerosolimitani" in einer Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs hin. Das Hospital wird seit Ende des 13. Jahrhunderts von neun Ordensrittern geleitet.

Die Komturei Adenau dient als Proviant und Materiallagerplatz für andere Johanniterkommenden.

 

Die heutige Komturey im Jahr des Herrn 1300 hat sich zur Aufgabe gemacht einen Teil auf Reisen zu schicken somit fand die Komturei Adenau die Ritter des Adlerbanners und bildet nun den kirchlichen Teil dieser Gemeinschaft und widmet sich auch der Ausbildung der Novizen und Knappen sowie ist sie für die geistige Betreuung dieser Gemeinschaft zuständig.

Auch die Pflege und Bewirtung der Pilger und Ritter hat sie sich zur Aufgabe gemacht und freut sich euch im Lager und Komturei begrüßen zu dürfen.